Kein Ende der Fastenzeit in Hamburg
Auch andere Medien informierten über die schlechte Stimmung in der Hansestadt: DeutschlandRadio berichtete über die Finanzmisere in Hamburg und die Welt über die Kehrtwende in der Museumspolitik.
"Damit wird ein entscheidender Bruch vollzogen. Im Kampf darum, wie Bedeutung hergestellt wird, wie Macht entsteht, Deutungshoheiten behauptet und Eichsysteme für Qualität geprägt werden, haben sich offensichtlich die Gewichte verschoben. Wer hat die Macht im Kunstsystem? Wer entscheidet, was gezeigt wird, was als bedeutend gilt? Bisher war die Antwort auf diese Frage meistens: die staatlichen Ausstellungshallen und Museen, vielleicht noch die Biennalen - und weniger die privaten Sammler."Maak beschreibt, wie auf diese Weise eine "zweite Kunstwelt" entsteht - in dem immer dieselben Namen auftauchen, Karrieren gesteuert werden - und vor allem die eigenen Kunstwerke promoten.
"Auf der Strecke bleibt bei diesen Einverleibungen die Urkompetenz des Museums als einer kulturellen Institution, in der unabhängige Experten Kunstwerke auswählen, sortieren, werten und in thematischen Ausstellungen präsentieren."
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"In meiner Funktion als Ausstellungsmacher habe ich mich als Erzähler verstanden, der die Originalobjekte wie die Arien einer Oper behandelt und die Rezitative dazwischen mit den Mitteln der visuellen Kommunikation zu ergänzen versucht. Für mich wird eine Ausstellung dann kunstvoll, wenn Thematik, Exponate, Texte und Visualisierungen in einer Gesamt-Dramaturgie aufgehoben sind, welche durch Raumgliederung, Farbkonzept, Licht und Inszenierung ihren emotionalen Ausdruck gewinnt."
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Seit Anfang Mai geht die ZEIT ins Museum. In Karlsruhe wurde schon die Kunsthalle, in Berlin das Kunstgewerbemuseum besucht. Wir sind gespannt, wohin der Museumsführer - so heißt die neue Serie - uns noch so überall hinführen wird. Wir hätten da so einige Tipps...Labels: Gelesen
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Peter Bürger von der NZZ geht in Braunschweig ins Museum und ist begeistert: im Herzog Anton Ulrich-Museum können die BesucherInnen mit entscheiden, was künftig in den renovierten Sälen zu sehen sein wird. Für die Ausstellung wachgeküsst hat man das Depot gesichtet und die "Glanzstücke" herausgeholt: 100 Gemälde, die in der engeren Wahl für die neue Präsentation nach der Renovierung stehen. Die BesucherInnen können aus dieser Auswahl ihr Lieblingsbild wählen. Die Auswahl wird später berücksichtigt, so heisst es auf der Ausstellungsseite.
Die neuen Zahlen sind da: Wie in jedem Jahr, gibt das Kulturministerium in Frankreich wieder Auskunft über das kulturelle Leben in Frankreich - in Form von Statistiken. Nun kann man sich die komplette Broschüre von 2009 herunterladen; die Zahlen gelten für 2007.
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Es geht hier um Dinge, im Museum, aber auch im Alltag und um die vielfältigen Beziehungen zu den Dingen aus historischer, ethnographischer, soziologischer oder museologischer Perspektive. Darüber wurde einmal anläßlich der "Ersten kulturwissenschaftlichen Gespräche" 2002 im Ludwig-Uhland-Institut in Tübingen zu Ehren von Gottfried Korff diskutiert. Gudrun M. König hatte 2005 die Gespräche als Buch herausgegeben, doch das ist leider vergriffen. Man braucht sich darüber aber nicht zu grämen oder schlechtgelaunt in eine überfüllte Bibliothek gehen - denn man kann es sich hier als pdf herunterladen. Sehr schön.
Gudrun M. König (Hg.):
Alltagsdinge : Erkundungen der materiellen Kultur. (Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen ; 27. Tübingen 2005