14.8.08

Mal wieder über Dinge lesen.

Es geht hier um Dinge, im Museum, aber auch im Alltag und um die vielfältigen Beziehungen zu den Dingen aus historischer, ethnographischer, soziologischer oder museologischer Perspektive. Darüber wurde einmal anläßlich der "Ersten kulturwissenschaftlichen Gespräche" 2002 im Ludwig-Uhland-Institut in Tübingen zu Ehren von Gottfried Korff diskutiert. Gudrun M. König hatte 2005 die Gespräche als Buch herausgegeben, doch das ist leider vergriffen. Man braucht sich darüber aber nicht zu grämen oder schlechtgelaunt in eine überfüllte Bibliothek gehen - denn man kann es sich hier als pdf herunterladen. Sehr schön.

Gudrun M. König (Hg.):
Alltagsdinge : Erkundungen der materiellen Kultur. (Studien und Materialien des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen ; 27. Tübingen 2005

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11.9.07

Die Volkskunde tagt

Schon über 500 TeilnehmerInnen haben sich für den 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV) angemeldet, der dieses Mal im Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Abteilung Kulturanthropologie / Volkskunde vom 23. bis 26. September 2007 in Mainz stattfindet. Es geht um "Bilder-Buecher-Bytes", so der Titel des Kongresses, um die "Bedeutung der Medien im Alltag der Gegenwart und Vergangenheit".
Leider ist der Beitrag von Gottfried Korff mit dem schönen Titel: "Igel oder Kuscheltier? Das Museum im Medienwandel, oder: Die geringe Einschaltquote als Chance" der einzige aus dem musealen Bereich. Dafür gibt es natürlich viele andere spannende Vorträge, über die man sich schon im Vorfeld umfassend informieren kann. Passend zum Thema der Medialität im Alltag ist ergänzend zur gut gemachten Internetseite des Kongresses ein Blog zum Kongress eingerichtet worden, auf dem man neben den Blogeinträgen Filme anschauen kann, in Interviews die ReferentInnen kennenlernen, Podcasts herunterladen kann und und und. Dies alles ist den MacherInnen wirklich sehr gut gelungen! Gratulation! Der Blog wurde schon mächtig etwa hier und hier gelobt. Gerne nehme ich diesen Blog in die Rubrik Lieblingsblogs auf.

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8.6.07

Erfolgreich getagt

Der Deutsche Museumsbund hat in Frankfurt getagt und wie ich finde, passend zum Titel "Was macht Museen erfolgreich?", recht erfolgreich. Die Mischung der Vorträge war gelungen, auch wenn leider am ersten Tag viel zuwenig Zeit für die Diskussion übrig blieb. Gut gefallen hat mir der Vortrag von Ulrich Raulff, Direktor des Literaturarchivs in Marbach, der "Brühwürfelartig" seine Gedanken zu Literaturmuseen vorbrachte. Fasziniert war ich vom Beitrag von Martin Düspohl, Leiter des Kreuzbergmuseums in Berlin, der versuchte, dem Publikum die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen näherzubringen, mit denen in Berlin die Bezirksmuseen verwaltet werden. Wie man angesichts der völlig absurden "Produktstatistik", in der Nutzen des Museums in "Stück-Kosten" abgerechnet wird, dennoch ein ansprechendes Programm zustande bringt, ist mir ein Rätsel. Auf alle Fälle steht das Museum beim nächsten Berlinbesuch ganz oben auf der Liste! Was ein Museum erfolgreich macht, konnte natürlich nicht befriedigend geklärt werden. Trotz betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die immer mehr eingesetzt werden, scheinen aber eher qualitative Merkmale das Maß der Dinge zu sein. Interessant war auch der Hinweis von Volker Mosbrugger, Direktor des Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum: "Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist ein Museum dann erfolgreich, wenn es überlebt." Dass das Senckenberg sehr gut überlebt, davon konnten sich die TagungsteilnehmerInnen nicht zuletzt am gigantischen "Frankfurter Buffet" überzeugen, das das Museum am zweiten Abend auftischte.

Das Kreuzbergmuseum wird übrigens am 15. Juni in der Reihe Profil von Deutschlandradio Kultur vorgestellt.

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31.5.07

Was macht ein Museum erfolgreich?

- so lautet der Titel der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes, die kommende Woche, vom 3.-6. Juni, in Frankfurt am Main stattfindet. Gastgeber ist das Naturmuseum Senckenberg, dessen Direktor Volker Mosbrugger mich als einziger bei der letzten Jahrestagung in Leipzig überzeugte. Dieses Mal freue ich mich auf den Vortrag von Krzysztof Pomian, dem polnisch-französischen Historiker, der jetzt für das (mysteriöse) Musée de l'Europe in Brüssel tätig ist.
In der Einladung zur Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes heißt es:

"Nach der Standortbestimmung von Museen als zentrale Aufbewahrungsorte für die historischen und authentischen Zeugnisse der Menschheit und der Natur ist für Frankfurt eine Auseinandersetzung zum Thema Qualitätsbestimmung und -steigerung vorgesehen. Museen werden zunehmend einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung unterzogen. Während die Museumsverantwortlichen in der Regel auf diese Entwicklung nur teilweise vorbereitet sind, herrscht gleichzeitig Konsens darüber, dass Erfolg messbar ist und auch messbar sein muss. Unklar bleibt jedoch, welche Faktoren es sind, an denen sich Erfolg im Museum messen lässt.

Jenseits von Besuchszahlen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, jedoch unter Berücksichtigung der sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, soll diskutiert werden, welche Kriterien für die Museumsarbeit angelegt werden können, um ihren Erfolg zu bemessen. Die Veranstaltung soll hinterfragen, welche Kriterien für Erfolg relevant sind und inwiefern für den Erfolg einer kulturellen Einrichtung eine unternehmerische Sicht hilfreich oder gar unabdingbar ist."

Der Museumsblog wird hinterher berichten, ob die Tagung erfolgreich war.

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1.3.07

Deutsche und französische Wissenschaftsmuseen im Dialog

Im Mai treffen sich Experten aus deutschen und französischen Wissenschaftsmuseen in Berlin zum Dialog. Das dritte Treffen dieser Art findet im Technikmuseum statt:
Laut Ankündigung geht es um folgende Fragen:

Welche Wege der Wissenschaftskommunikation und –didaktik lassen sich in Frankreich und Deutschland beobachten? Welche Rolle spielen dabei Museen, Science Center, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsjournalismus – insbesondere vor dem Hintergrund der Vermittlung an Kinder und Jugendliche? Zusätzlich im Blickpunkt stehen Neuheiten aus der Museums- und Science-Center-Landschaft beider Länder.

Ein besonderer Aspekt der Tagung wird sein, dass neben ausgewiesenen Experten auch die jüngere Generation zu Wort kommen soll.

Die Tagung findet vom 13.-15. Mai in Berlin statt und wird vom "Office de Coopération et d'Information Muséographiques" in Frankreich (OCIM) und dem "European Network of Science Centres and Museums" in Deutschland (ecsite-d) ausgerichtet. Auf der Seite des Technikmuseums kann man sich informieren und anmelden.

Den Tagungsband (auf deutsch und französisch) von Dijon 2005 kann man sich hier herunterladen.

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